Danke sagen

Sag Danke an einen besonderen Menschen

Es gibt viele Anlässe, warum man den Freunden, Kollegen oder den Eltern danke sagen möchte. Für diese Gelegenheit fehlen ein meist die passenden Worte. Für diesen Zweck finden Sie hier die passenden Worte, um mit schönen Worten Danke zu sagen.

allgemein-danke-sagen
Foto: Rita Köhler / www.pixelio.de

An meine Mutter

So gern hätt‘ ich ein schönes Lied gemacht,
Von deiner Liebe, deiner treuen Weise,
Die Gabe, die für andre immer wacht,
Hätt‘ ich so gern geweckt zu deinem Preise.

Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr,
Und wie ich auch die Reime mochte stellen,
Des Herzens Fluten rollten drüber her,
Zerstörten mir des Liedes zarte Wellen.

So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
vom einfach ungeschmückten Wort getragen,
Und meine ganze Seele nimm darin;
Wo man am meisten fühlt, weiss man nicht viel zu sagen.
Verfasser: Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848)

Ich konnte nur noch lächeln;
ich war so traurig im Grunde,
dass meine eigne Stimme mir fremd klang.
Da traf mich deine Stimme,
und ich konnte wieder lachen wie als Kind,
und einmal weinten wir vor Glück.

O ich danke dir,

in dieser schlaflosen Nacht,
wo du fern von mir
zwischen Tod und Leben liegst.
Sieh, ich falte wie als Kind die Hände:
Bleib mir, lass mich nicht allein,
ich habe Furcht bekommen
vor den einsamen Nächten.
Wenn du stürbest,
nein, ich würde nicht weinen,
meine Seele ist geübt im Trauern;
aber ich würde nie mehr lachen können.
Verfasser: Richard Fedor Leopold Dehmel (1863-1920)

Ein heiliger Gruss

Ich danke dir, du edler Abendgeist.
Dein letztes Licht mich heute glücklich preist.
Ein heiliger Gruss kam mir im Tag gereist
Von ihr, die ferne, süsse Liebe heisst.

Ein dunkelblauer Berg im Westen schwebt.
Breit in die Ewigkeit er sich erhebt
Zum Abendfunken, der im Äther bebt.
Der Berg ist wie die Brust, die sehnend lebt.

Am Fenster lehne ich und danke dir,
Dein Geist kam segnend heute her zu mir,
Geliebte. Wie das Fenster vor dem Abend hier,
So warten wir, so warten beide wir.
Verfasser: Max Dauthendey (1867-1918)

Ich will dir keine Freude rauben
und binde dich mit keiner Pflicht;
ich baue nicht auf Treu und Glauben,
ein festes Wort begehr ich nicht!
Für all die Liebe lass mich danken,
die du mir reich und glühend gibst, –
und mag dein Herz schon morgen wanken:
Ich weiss, dass du mich heute liebst!

Noch schäumt der Wein im Goldpokale,
noch duftet frisch der Blütenstrauss,
die Jugend giesst die volle Schale
des Glücks ob unsern Häupten aus; –
mit allen seinen Glutgedanken
zu eigen nimm mein tiefstes Sein . . .
und mag der Erdball morgen wanken:
Für heut, Geliebter, bist du mein!
Verfasser: Clara Müller-Jahnke (1860-1905)

Ich danke dir vieltausendmal,
Hat mir dein Herz sich ergeben!
Wie ist ach, ohne Liebe schaal,
Wie winterlich frostig das Leben!

Mir ist so wohl, mir ist so warm,
Will mich deine Liebe umfangen!
Ich sonn‘ in Lieb wie der Mückenschwarm
Im Sommerhauch will hangen!

Und da mein Herz ein zweites grüsst,
Das edel und rein und gross ist,
Sich meines Flugs ihm ganz erschliesst,
Weil Gutes zu lieben sein Los ist!

Nicht Reichtum und nicht Ruhm und Ehr‘
Ist, wonach es greift und haftet!
Ein Herz, das ihm am liebsten wär‘!
Sehnsüchtig darnach es tastet!

Denn seien sie noch so sehr begehrt
Des Daseins Kostbarkeiten,
Das Leben ist doch des Lebens nur wert,
Weil wert ist ein Herz einem zweiten!
Verfasser: Sidonie Grünwald-Zerkowitz (1852-1907)

Die besten Eltern

Durch das grosse Weltgetriebe
Klingt ein hoher Gotteslaut:
Elternliebe, Elternliebe!—
Selig, wer ihr stets vertraut!

Wenn am Himmel Wolken jagen
Und ein zürnend Schicksal droht,
Schimmert sie in trüben Tagen
Süsser Tröstung Morgenrot.

Und wenn, gütig sich zu zeigen,
Freuden uns ein Gott ersann,
Elternliebe führt den Reigen,
Elternliebe zieht voran. —

Seht vor euch, ihr Guten, wieder
Knien euren treuen Sohn,
Taten bringt er nicht, nur Lieder,
Reicher Stunden kargen Lohn.

Wenn zu Staub die Rosen sanken,
Wenn die Jugend abgestreift,
Wird mit dem er besser danken,
Was jetzt in der Stille reift.

Heute nur an eurem Herzen,
An der treuen Elternbrust,
Lasst ihn ruh’n mit seinen Schmerzen,
Lasst ihn ruh’n mit seiner Lust.
Verfasser: Karl Hermann Schauenburg (1819-1876)

Herzgeliebte Eltern

Eltern, die ich zärtlich ehre,
mein Herz ist heut voll Dankbarkeit.
Der treue Gott dies Jahr vermehre,
was euch erquickt zu jeder Zeit!

Der Herr, die Quelle aller Freude,
verbleibe euer Trost und Teil;
sein Wort sei eures Herzens Weide
und Jesus das erwünschte Heil.

Ich dank für alle Liebesproben,
für alle Sorgfalt und Geduld,
mein Herz soll alle Güte loben
und trösten sich stets eurer Huld.

Gehorsam, Fleiss und zarte Liebe
verspreche ich auch dieses Jahr.
Der Herr schenk mir nur gute Triebe
und mache all mein Wünschen wahr.
Verfasser: Friedrich Schiller (1759-1805)

Ich danke dir, erziehend Leben,
dass du – damit ich allzeit seh
das Ziel, selbst in die liebste Liebe
noch träuftest einen Tropfen Weh.

Das weckte Durst nach immer Höhrem,
hielt meinen heiligen Hunger wach,
und dieser Durst und Hunger brachte
mir eine Ernte unter Dach,

die ich um keinen Reichtum tausche
und um kein andres Erdengut.
Es blüht die grosse Gottessehnsucht,
das Himmelsheimweh mir im Blut.
Verfasser: Karl Ernst Knodt (1856-1917)

Habt Dank

Ihr, die in guten Abendstunden
bei mir weiltet,
schweigsam verbunden,
oder Gedanken
über die letzten Dinge
traumhaft mit mir teiltet,
und Freundschaft sehnend,
Freundschaft heilig lebtet.

Ihr, die an Festen
gerne mit mit tanztet,
die Gläser klingen liesset,
wenn die Rosen
aus den Locken fielen,
und Dionys aus seinem
langen Schlaf erwachte.

Ihr, die wie Schmetterlinge
in mein Leben schwirrtet,
zu rasch begeistert,
um sich zu bewähren,
und doch von ihrem Duft
ein Bittres und ein Süsses
als Erinnerung liesset -.

Seid mir bedankt,
für euer gutes Geben.
Verfasser: Francisca Stoecklin (1894-1931)